In „The End“ haben die Bäume das Sagen

Der Genfer Zeichner Zep ist der Kopf hinter der Comicfigur „Titeuf“. Dass er mehr als nur Komödie kann, zeigt er in „The End“. Eine Rezension. 

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Schreiber & Leser Verlag

Das Unbekannte macht uns Menschen Angst. Besonders das, welches Menschenleben auslöscht, sich aber uns nicht auf den ersten Blick zeigt, da es nun Mal für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Das wohl aktuellste Beispiel ist das Coronavirus, welches momentan die ganze Welt auf den Kopf stellt.

Genau in dieser Zeit bringt der Schreiber & Leser Verlag ein Buch heraus, welches auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit der aktuellen Situation aufweist: „The End“. „The End“, eine abgeschlossene Geschichte von „Titeuf“-Gründer Zep, erschien bereits 2018 in französischer Sprache. Zwei Jahre später bekommen wir das Werk nun auf Deutsch.

Handlung

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Schreiber & Leser Verlag

Ganz Spanien reibt sich die Augen. Täglich kommen Menschen auf mysteriösen Umständen ums Leben. Ganze Dörfer sterben aus und keiner weiss warum. Als wäre das schon nicht merkwürdig genug, legen Tiere ungewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag.

Zugleich untersucht ein kleines Team von Wissenschaftler in einem schwedischen Naturschutzgebiet die DNA der Bäume. Leiter dieses Team ist der exzentrische Wissenschaftler Richard Frawly, der davon überzeugt ist, dass die Bäume miteinander kommunizieren und die Geschichte der Erde in ihrer DNA abgespeichert wird. Eine Theorie, die beim neu dazugestossenen Mitglied Theodor anfänglich auf Skepsis stösst. Es dauert nicht lange, bis er und Frawly merken, welche Macht die Bäume tatsächlich haben. Dass die Bäume dann noch in Verbindung zu den seuchenartigen Todesfälle stehen, erleben sie am eigenen Leib.

Fazit

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Schreiber & Leser Verlag

Mit „The End“ hat Zep bewiesen, dass mit der Natur nicht zu spassen ist. Die Geschichte erzählt hier keine Klimakatastrophe oder ein postapokalyptisches Szenario. Nein, hier werden wir Zeugen, wie die Natur einfach mal genug  von uns Menschen hat. Der Comic bringt hier das ganz gut rüber, überzeugt mit ansprechenden Zeichnungen und baut Figuren auf, die aber leider zu kurz kommen – und genau das ist der grosse Minuspunkt für „The End“. Solch eine Geschichte lässt sich nicht auf 92 Seiten einfach so erzählen. Gegen Ende wird die Geschichte im Schnelldurchlauf zu Ende erzählt – was wirklich nicht nötig gewesen wäre.

Trotzdem lohnt es sich in „The End“ einen Blick zu werfen. Die Geschichte ist nicht nur gute Unterhaltung, sondern bringt einem auch zum Nachdenken. Ausserdem, hast du dich eigentlich jemals mit Bäumen so richtig auseinander gesetzt? Also ich nicht – bis jetzt.

Eins kann ich aber jetzt schon festhalten: Wir waren den Bäumen schon immer unterlegen und dies wird sich in Zukunft auch nicht ändern. Gegen Mutternatur bleiben wir chancenlos – und das ist wohl auch gut so.

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Danke an den Schreiber & Leser Verlag für das Rezensionsexemplar.

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